Gegen träge Organisationen und Silo-Denken - die Managementmethode OKR (Objectives and Key Results)


Seit einiger Zeit wird auch im deutschsprachigen Raum die aus dem Silicon Valley stammende Management-Methode OKR (Objectives and Key Results) zur Strategieumsetzung genutzt. Vorteilhaft an der Methode ist, dass sie die Organisation zu einer schnelleren Reaktionsgeschwindigkeit animiert, Silo-Denken vermindert und die Mitarbeiter*innen mehr in den Planungs– und Umsetzungsprozess mit einbezieht.





Nachfolgend findest du die Anleitung für die direkte Anwendung:

Schritt 1:

Als erstes solltest du einmal im Quartal einen halben Tag für einen Strategieworkshop blocken und dein Team dazu animieren, dass es im Vorfeld alle Spannungsthemen sammelt, die mit eurer Strategie zu tun haben. Das können Änderungen am Markt, neue Produktideen oder Änderungen zu euren aktuellen Produkten, geniale Einfälle oder Erkenntnisse, die die Welt erschüttern könnten, sein - absolut alles, was strategisch relevant sein könnte, soll gesammelt werden.

Schritt 2: Im Workshop treffen sich alle, rufen sich nochmal die OKR‘s des vergangenen Intervalls in‘s Gedächtnis und sichten danach alle Spannungen, die gesammelt wurden. Bildet Cluster als möglichen Fokusbereich, aus denen sich dann Objectives als eine abstrakte, weitgefasste Zielvorstellung ergeben.

Schritt 3:

Jetzt geht Ihr kurz eure grundsätzliche Unternehmensmission und –vision durch, damit ihr sie euch gemeinsam noch einmal vor Augen führt.

Schritt 4:

Nun diskutiert ihr und stimmt die Prioritäten ab - beispielsweise mit Planning Poker. Einigt euch am Ende auf drei Fokusbereiche. Einer davon ist vielleicht Prozesse 2.0, weil irgendwie herauskam, dass viele Spannungen durch komplizierte Abläufe und Strukturen hervorgerufen werden.

Schritt 5:

Jetzt formuliert ihr zu eurem Fokusbereich ein Objective (eine Zielvorstellung), wie zum Beispiel: „Wir schaffen interne Klarheiten“. Das ist ein ziemlich abstraktes, anspruchsvolles Ziel, was aber zeigt, worauf ihr euch fokussiert - nämlich auf klare und übersichtliche Strukturen.

Schritt 6:

Danach sammelt ihr mögliche Key Results, also die Schlüsselergebnisse, an denen ihr ablesen könnt, ob und wie weit ihr eurem Objective näher gekommen seid.


Hier hört die Anwendung der OKR oft auf. Wir glauben aber, dass es noch weitergehen sollte…


Schritt 7:

Macht also ruhig weiter, indem ihr überlegt, welche Ereignisse oder Bedingungen eure Objectives als Turbo nach vorn bringen bzw. welche euch ausbremsen könnten.

Schritt 8:

Und am Schluss brecht ihr dann den ganzen Spaß so runter, dass euch klare Aufgaben vor Augen stehen.


Viel Spaß und Erfolg!